126 Tage, 30 Minuten pro Tag â von KI-Grundlagen zu agentischer Meisterschaft.
EinsteigenIn 18 Wochen wirst du aus der Rolle âIch frage ChatGPT mal schnell etwas" herauswachsen und eigene digitale Helfer bauen, die fĂŒr dich arbeiten â auch wenn du schlĂ€fst. Du wirst KI nicht mehr als WundertĂŒte erleben, sondern als Werkzeug, das du gezielt einsetzt, verstehst und kontrollierst.
Wochen 1â3 â Fundament: KI verstehen statt bestaunen. Du lernst, was ein Sprachmodell wirklich tut, warum es manchmal ĂŒberzeugend danebenliegt (âhalluziniert") und wie du mit klaren Prompts verlĂ€ssliche Ergebnisse bekommst. Konkret: Du formulierst eine E-Mail an einen schwierigen GesprĂ€chspartner, die beim ersten Versuch sitzt. Du erkennst, wann du einem KI-Output trauen kannst und wann nicht. Und du verstehst, was mit deinen Daten passiert â wichtig fĂŒr den Schweizer Arbeitskontext.
Wochen 4â6 â Werkzeuge beherrschen: ChatGPT, Claude, Gemini, M365 Copilot. Statt ein Tool oberflĂ€chlich zu nutzen, holst du aus jedem heraus, wofĂŒr es gemacht ist. Du baust dir Projekt-Ordner in ChatGPT mit eigenem Wissen, nutzt NotebookLM als persönliches Archiv, lĂ€sst Copilot in Excel ganze Abgleich-Aufgaben ĂŒbernehmen und weisst danach, welches Tool wann das richtige ist.
Wochen 7â9 â Eigene Agenten bauen mit n8n. Hier kommt der Sprung vom Chat zum Agenten. Du lernst, wie ein Agent âdenkt" (Agent-Loop), wie er Werkzeuge benutzt (Function Calling), und was MCP ist â der neue Standard, mit dem Agenten sich mit E-Mail, Kalender, Dateien verbinden. In n8n â einer visuellen OberflĂ€che, ganz ohne Programmieren â baust du deinen ersten echten Agenten.
Wochen 10â12 â SouverĂ€n bewerten und ein eigenes Capstone-Projekt. Du lernst Multi-Agenten-Systeme einzuordnen, Grenzen und Risiken sauber zu bewerten (inkl. Schweizer Arbeitsrecht) und schliesst mit einem eigenen Projekt ab, das du spĂ€ter vorzeigen kannst.
Wochen 13â15 â Am neuen Arbeitsplatz ankommen. Du bringst das Gelernte in deinen echten Arbeitsalltag. Du machst eine Tool-Inventur, schaltest den ersten echten HR-Flow produktiv, lernst Agent Ops (Ăberwachen, Warten, Kosten im Griff) und baust ein persönliches Eval-Set, mit dem du die QualitĂ€t deiner Agenten systematisch prĂŒfst.
Wochen 16â18 â MCP, Wissen weitergeben, Abschluss. Du baust deinen ersten persönlichen MCP-Server und schaltest ihn produktiv. Du bereitest ein echtes Training fĂŒr Kolleg:innen oder Auszubildende vor und fĂŒhrst es durch. In der letzten Woche schaust du zurĂŒck, hĂ€ltst dein Portfolio fest und feierst â 126 Tage, 18 Wochen, eine ganze Reise.
Jede Woche ist ein Baustein fĂŒr die nĂ€chste. Das solide Prompten aus Woche 2 ist die Grundlage dafĂŒr, dass dein Agent in Woche 9 zuverlĂ€ssig funktioniert â ohne gute Anweisungen kann auch der beste Agent nichts. Das Retrieval-VerstĂ€ndnis aus Woche 6 (wie KI dein eigenes Wissen nutzt) ist der SchlĂŒssel zu deinem HR-Recherche-Agenten in Woche 10. Das MCP-Konzept aus Woche 8 verwandelt dich in Woche 16 von jemandem, der KI benutzt, in jemanden, der KI-Systeme zusammensteckt wie Lego. Und das Eval-Wissen aus Woche 15 macht dich zur souverĂ€nen Betreiberin â nicht nur Bauerin. Am Ende hĂ€ltst du ein Portfolio in HĂ€nden, das zeigt, was du wirklich kannst.
Bereit? Log dich ein â Tag 1 wartet.
Dreissig Minuten am Tag klingen nach wenig. Sie sind es nicht â wenn die dreissig Minuten richtig gebaut sind. Diese Lernreise basiert auf dem, was die Lernforschung der letzten zwanzig Jahre klar zeigt: Nicht die Menge der Lernzeit entscheidet, sondern was du in dieser Zeit mit dem Stoff machst. Kein Zuschauen, kein DurchblĂ€ttern. Abrufen, anwenden, reflektieren.
Jede Session folgt demselben Rhythmus â vier Schritte, dreissig Minuten.
5 Minuten: Abruf-Warm-up. Bevor du etwas Neues siehst, bekommst du 2â3 kurze Fragen zu Themen aus frĂŒheren Tagen. Du antwortest, ohne nachzuschauen â erst danach siehst du die Lösung. Das ist kein Test, den du bestehen musst. Es ist die effektivste Art, Gelerntes im GedĂ€chtnis zu verankern.
15 Minuten: Neuer Inhalt. Ein Konzept, ein Werkzeug, eine Idee â immer nur eines pro Tag. Video hat Vorrang vor Text, weil das Zusammenspiel von Bild und Sprache das Verstehen vertieft. Wenn ein Video lĂ€nger als eine Session ist, gibt es eine eingebaute Pause-Frage in der Mitte.
7 Minuten: Selbst machen. Du probierst etwas aus â in Claude, in Excel, in M365 Copilot, in einem visuellen Workflow-Baukasten. Keine Kommandozeile, keine Programmierkenntnisse vorausgesetzt. Der Wechsel von "gesehen haben" zu "selbst gemacht haben" ist der eigentliche Lernmoment.
3 Minuten: Kurze Reflexion. Ein Journaling-Prompt schliesst den Tag ab. Manchmal: "Was war heute ĂŒberraschend?" Mindestens zweimal pro Woche: "Wie wĂŒrdest du das einer Lernenden erklĂ€ren?" Dieser Prompt ist fĂŒr dich, nicht fĂŒr jemand anderen â aber er zwingt dich, das Gelernte in eigene Worte zu fassen. Das ist genau das, was Verstehen von blossem Wiedererkennen unterscheidet.
Die Reihenfolge ist Absicht: Abrufen kommt vor dem Neuen, weil es das Gehirn in den richtigen Modus versetzt. Selbst machen kommt vor der Reflexion, weil du ĂŒber etwas nachdenken sollst, das du bereits erlebt hast â nicht ĂŒber etwas, das du nur gehört hast.
AbrufĂŒbung (Retrieval Practice) â also: dich selbst abfragen lassen, bevor du nachschaust â ist der am stĂ€rksten belegte Einzelmechanismus fĂŒr LangzeitgedĂ€chtnis. Roediger & Karpicke (2006) zeigten, dass Lernende, die sich selbst abfragten, nach einer Woche rund 50 % mehr behielten als Lernende, die denselben Stoff nochmals gelesen hatten. Das Warm-up am Tagesbeginn existiert genau deswegen.
Spaced Repetition â verteiltes Wiederholen â bedeutet, dass alte Themen nach einem festen, aber unsichtbaren Zeitplan wieder auftauchen: gestern, vor fĂŒnf Tagen, vor zwei Wochen. Du musst das nicht planen. Die Plattform wĂ€hlt die Warm-up-Fragen so, dass der Abstand zur letzten Begegnung immer ein bisschen grösser wird. Das Gehirn festigt Inhalte am besten dann, wenn es sie gerade fast vergessen hat.
Interleaving und Transfer â kein Thema zieht sich sieben Tage am StĂŒck durch. Die Lernreise wechselt bewusst zwischen Konzepten, Werkzeugen und AnwendungsdomĂ€nen: heute ein Arbeitstool, morgen eine persönliche Aufgabe, ĂŒbermorgen ein neues Konzept. Was in verschiedenen Kontexten angewendet wurde, sitzt.
Reflexion und die Lehrlings-Frage â wenn du erklĂ€ren kannst, wie etwas funktioniert, hast du es wirklich verstanden. Du arbeitest tĂ€glich mit Lernenden. Diese Erfahrung ist kein Zufall in dieser Kursgestaltung: Prompts wie "Wie wĂŒrdest du das einer Auszubildenden erklĂ€ren?" aktivieren genau die kognitive Tiefe, die blossen Konsum von echtem Verstehen trennt. Du bringst eine Kompetenz mit, die die meisten Kursteilnehmenden nicht haben â sie wird hier gezielt genutzt.
Das Leben hat eigene PlÀne. Diese Lernreise ist darauf ausgelegt.
Der Kurs hat kein Datum. Er beginnt, wenn du anfĂ€ngst â Tag 1 ist dein Tag 1. Fortschritt wird in absolvierten Lerntagen gezĂ€hlt, nicht in vergangenen Kalendertagen. Drei Module an einem Samstag zĂ€hlen genauso wie drei Tage hintereinander. Eine Pause von zehn Tagen löscht nichts.
Es gibt eingebaute Ruhe- und Konsolidierungstage im Plan. An diesen Tagen gibt es kein neues Material â nur ein kurzes Warm-up und eine Reflexion. FĂŒnfzehn Minuten, manchmal weniger. Und wenn selbst das zu viel ist: Segment 1 und 4 allein, acht Minuten, zĂ€hlt als abgeschlossener Tag.
Es gibt keinen Streak-ZĂ€hler, der dir sagt, dass du "X Tage in Folge" gelernt oder unterbrochen hast. Badges und Fortschritt basieren ausschliesslich auf dem, was du gemacht hast â nicht auf dem, was du ausgelassen hast.
Das ist kein Verzicht auf Struktur. Es ist Struktur, die fĂŒr echte Erwachsenenleben gebaut wurde.
WĂ€hrend du lernst, sammelst du Erfahrungspunkte (XP) â fĂŒr abgeschlossene Module, fĂŒr Hands-on-Aufgaben, fĂŒr Reflexionen, fĂŒr bestandene Wochenquizzes und fĂŒr vier Meilenstein-Projekte. Diese XP bewegen dich durch acht Level, von der Entdeckerin bis zur Botschafterin.
Dazu gibt es 16 Badges, die echten Kompetenzen entsprechen: Prompt-Architektin, Copilot-Praktikerin, Workflow-Designerin, HR-Automatisiererin, Lehrmeisterin â keine davon wird vergeben, weil du dich eingeloggt hast. Jeder Badge ist an etwas gebunden, das du demonstriert hast.
XP, Level und Badges sind kein Motivationszwang. Sie sind Feedback â ein laufendes Bild davon, was du bereits kannst. Am Ende der zwölf Wochen hast du damit auch etwas Konkretes in der Hand: ein Abschlusszertifikat mit deinen Badges, deinem Weg und einem Brief, den du dir selbst am letzten Tag schreibst.
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