KI-Lernreise

Meine KI-Lernreise

126 Tage, 30 Minuten pro Tag — von KI-Grundlagen zu agentischer Meisterschaft.

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Für wen diese Reise gemacht ist

Diese Lernreise entstand für eine konkrete Person: eine nicht-technische HR-Fachkraft, die als Payroll-Spezialistin in einen neuen Job startete — mit M365 Copilot auf dem Laptop und dem Wunsch, KI wirklich zu verstehen. Heute kommen viele Lernende aus anderen Bürojobs: Buchhaltung, Einkauf, Projektarbeit, Kommunikation. Die Beispiele bleiben im HR-Umfeld, weil konkret besser lehrt als abstrakt — aber die KI-Fähigkeiten, die du hier aufbaust, tragen sich in jeden Büroalltag. Wo ein Modul von Lohnabrechnung oder Personalakten spricht: Denk einfach an dein eigenes Thema. Der Ansatz ist derselbe.

Was du in 126 Tagen lernst

In 18 Wochen wirst du aus der Rolle „Ich frage ChatGPT mal schnell etwas" herauswachsen und eigene digitale Helfer bauen, die für dich arbeiten — auch wenn du schläfst. Du wirst KI nicht mehr als Wundertüte erleben, sondern als Werkzeug, das du gezielt einsetzt, verstehst und kontrollierst.

Die vier Abschnitte deiner Reise

Wochen 1–3 — Fundament: KI verstehen statt bestaunen. Du lernst, was ein Sprachmodell wirklich tut, warum es manchmal überzeugend danebenliegt („halluziniert") und wie du mit klaren Prompts verlässliche Ergebnisse bekommst. Konkret: Du formulierst eine E-Mail an einen schwierigen Gesprächspartner, die beim ersten Versuch sitzt. Du erkennst, wann du einem KI-Output trauen kannst und wann nicht. Und du verstehst, was mit deinen Daten passiert — wichtig für den Schweizer Arbeitskontext.

Wochen 4–6 — Werkzeuge beherrschen: ChatGPT, Claude, Gemini, M365 Copilot. Statt ein Tool oberflächlich zu nutzen, holst du aus jedem heraus, wofür es gemacht ist. Du baust dir Projekt-Ordner in ChatGPT mit eigenem Wissen, nutzt NotebookLM als persönliches Archiv, lässt Copilot in Excel ganze Abgleich-Aufgaben übernehmen und weisst danach, welches Tool wann das richtige ist.

Wochen 7–9 — Eigene Agenten bauen mit n8n. Hier kommt der Sprung vom Chat zum Agenten. Du lernst, wie ein Agent „denkt" (Agent-Loop), wie er Werkzeuge benutzt (Function Calling), und was MCP ist — der neue Standard, mit dem Agenten sich mit E-Mail, Kalender, Dateien verbinden. In n8n — einer visuellen Oberfläche, ganz ohne Programmieren — baust du deinen ersten echten Agenten.

Wochen 10–12 — Souverän bewerten und ein eigenes Capstone-Projekt. Du lernst Multi-Agenten-Systeme einzuordnen, Grenzen und Risiken sauber zu bewerten (inkl. Schweizer Arbeitsrecht) und schliesst mit einem eigenen Projekt ab, das du später vorzeigen kannst.

Wochen 13–15 — Am neuen Arbeitsplatz ankommen. Du bringst das Gelernte in deinen echten Arbeitsalltag. Du machst eine Tool-Inventur, schaltest den ersten echten HR-Flow produktiv, lernst Agent Ops (Überwachen, Warten, Kosten im Griff) und baust ein persönliches Eval-Set, mit dem du die Qualität deiner Agenten systematisch prüfst.

Wochen 16–18 — MCP, Wissen weitergeben, Abschluss. Du baust deinen ersten persönlichen MCP-Server und schaltest ihn produktiv. Du bereitest ein echtes Training für Kolleg:innen oder Auszubildende vor und führst es durch. In der letzten Woche schaust du zurück, hältst dein Portfolio fest und feierst — 126 Tage, 18 Wochen, eine ganze Reise.

Für deine Arbeit

  • Du erstellst dir einen Abwesenheits-Tracker-Agenten, der Ferien-, Krankheits- und Überstunden-Daten aus verschiedenen Listen abgleicht und dir jeden Montag eine saubere Übersicht liefert.
  • Du weisst genau, wie du Copilot in Excel für Listenabgleiche einsetzen wirst, sobald dein Arbeitgeber dir Zugang gibt — inklusive der Prompts und Vorgehensweise, die halbe Nachmittage auf Minuten schrumpfen lassen.
  • Du baust einen Recherche-Agenten, der dir vor HR-Gesprächen relevante Gesetzesänderungen, Best Practices oder Firmen-Infos kompakt aufbereitet.
  • Du erstellst Lernmaterial für Lehrlinge, das auf deren Niveau zugeschnitten ist — mit einem Prompt-Template, das du immer wieder benutzt.
  • Du weisst, wo die rechtlichen Grenzen sind, wenn du KI mit Personendaten einsetzt — und kannst das deinen Kolleg:innen erklären.
  • Du führst ein echtes AI-Training mit Kolleg:innen oder Auszubildenden durch und sammelst strukturiertes Feedback.

Für dein Leben

  • Du baust einen Wochenplanungs-Agenten, der Familientermine, Einkäufe und persönliche To-dos bündelt und dir Sonntagabends einen klaren Wochenstart liefert.
  • Du erstellst dir einen Reise- und Event-Planer, der Flüge, Hotels und Programme recherchiert und als fertigen Vorschlag präsentiert.
  • Du legst dir ein persönliches Wissens-Archiv an (Rezepte, Verträge, wichtige Dokumente), das du per Sprache oder Chat durchsuchen kannst.
  • Du automatisierst kleine, nervige Haushalts-Aufgaben — von der Einkaufsliste bis zur Geburtstagsübersicht.
  • Du baust einen persönlichen MCP-Server, der deine eigenen Daten und Tools direkt mit deinem KI-Assistenten verbindet.
  • Du hast einen Lern-Coach, der dich bei allem begleitet, was du nach den 126 Tagen neu angehst.

Wie die Skills zusammenwachsen

Jede Woche ist ein Baustein für die nächste. Das solide Prompten aus Woche 2 ist die Grundlage dafür, dass dein Agent in Woche 9 zuverlässig funktioniert — ohne gute Anweisungen kann auch der beste Agent nichts. Das Retrieval-Verständnis aus Woche 6 (wie KI dein eigenes Wissen nutzt) ist der Schlüssel zu deinem HR-Recherche-Agenten in Woche 10. Das MCP-Konzept aus Woche 8 verwandelt dich in Woche 16 von jemandem, der KI benutzt, in jemanden, der KI-Systeme zusammensteckt wie Lego. Und das Eval-Wissen aus Woche 15 macht dich zur souveränen Betreiberin — nicht nur Bauerin. Am Ende hältst du ein Portfolio in Händen, das zeigt, was du wirklich kannst.

Bereit? Log dich ein — Tag 1 wartet.

Die 18 Wochen auf einen Blick

  • Woche 1 — Was ist ein LLM? Du verstehst, wie ChatGPT & Co. wirklich funktionieren und warum sie manchmal daneben liegen.
  • Woche 2 — Prompting, das wirkt. Du schreibst Prompts, die beim ersten Versuch sitzen — für E-Mails, Analysen und Entscheidungen.
  • Woche 3 — Grenzen & Risiken. Du erkennst Halluzinationen, kennst den Schweizer Datenschutz-Rahmen und weisst, was du KI anvertrauen darfst.
  • Woche 4 — M365 Copilot Deep Dive. Du lässt Copilot in Excel und Outlook echte Arbeit übernehmen statt nur Texte glätten.
  • Woche 5 — ChatGPT vs. Claude vs. Gemini. Du wählst situativ das passende Tool und nutzt jedes auf seinem Stärkefeld.
  • Woche 6 — Dein eigenes Wissen in KI. Du baust dir mit NotebookLM und Projects ein persönliches, durchsuchbares Archiv.
  • Woche 7 — Vom Chat zum Werkzeug-Einsatz. Du verstehst, wie KI Browser, Dateien und Apps selbstständig bedient.
  • Woche 8 — MCP verstehen. Du weisst, wie moderne Agenten sich mit E-Mail, Kalender und Daten verbinden — dem neuen Standard, der alles verändert.
  • Woche 9 — Dein erster Agent in n8n. Du baust visuell, ohne zu programmieren, deinen ersten arbeitenden Agenten.
  • Woche 10 — Dein eigener HR-Agent. Du konstruierst einen Agenten, der echte HR-Aufgaben erledigt: Abgleich, Recherche, Aufbereitung.
  • Woche 11 — Multi-Agenten & Frameworks einordnen. Du beurteilst CrewAI, LangGraph & Co. souverän und weisst, wann was sinnvoll ist.
  • Woche 12 — Capstone-Projekt. Du baust, dokumentierst und präsentierst eine eigene Agenten-Lösung, die dir im Alltag oder bei der Arbeit real hilft.
  • Woche 13 — Am neuen Arbeitsplatz ankommen. Du machst eine ehrliche Tool-Inventur, lernst M365 Copilot und Copilot Studio kennen und schaltest deinen ersten echten HR-Flow produktiv.
  • Woche 14 — Agent Ops: Agenten im Betrieb. Du lernst, wie man Agenten überwacht, Kosten kontrolliert, Prompts versioniert und Incidents behandelt.
  • Woche 15 — Evaluation als Praxis. Du baust ein persönliches Eval-Set, lernst LLM-as-Judge kennen und etablierst einen Human-Review-Rhythmus.
  • Woche 16 — MCP als Bauerin. Du baust deinen ersten persönlichen MCP-Server, bindest eigene Daten an und schaltest ihn produktiv.
  • Woche 17 — Wissen weitergeben. Du konzipierst, bereitest vor und führst ein echtes AI-Training mit Kolleg:innen oder Auszubildenden durch.
  • Woche 18 — Portfolio & Abschluss. Du reviewst dein Portfolio, präsentierst öffentlich, schaust nach vorn — und feierst 126 Tage Lernreise.

Wie du hier lernst

Dreissig Minuten am Tag klingen nach wenig. Sie sind es nicht — wenn die dreissig Minuten richtig gebaut sind. Diese Lernreise basiert auf dem, was die Lernforschung der letzten zwanzig Jahre klar zeigt: Nicht die Menge der Lernzeit entscheidet, sondern was du in dieser Zeit mit dem Stoff machst. Kein Zuschauen, kein Durchblättern. Abrufen, anwenden, reflektieren.


Der Tag auf einen Blick

Jede Session folgt demselben Rhythmus — vier Schritte, dreissig Minuten.

5 Minuten: Abruf-Warm-up. Bevor du etwas Neues siehst, bekommst du 2–3 kurze Fragen zu Themen aus früheren Tagen. Du antwortest, ohne nachzuschauen — erst danach siehst du die Lösung. Das ist kein Test, den du bestehen musst. Es ist die effektivste Art, Gelerntes im Gedächtnis zu verankern.

15 Minuten: Neuer Inhalt. Ein Konzept, ein Werkzeug, eine Idee — immer nur eines pro Tag. Video hat Vorrang vor Text, weil das Zusammenspiel von Bild und Sprache das Verstehen vertieft. Wenn ein Video länger als eine Session ist, gibt es eine eingebaute Pause-Frage in der Mitte.

7 Minuten: Selbst machen. Du probierst etwas aus — in Claude, in Excel, in M365 Copilot, in einem visuellen Workflow-Baukasten. Keine Kommandozeile, keine Programmierkenntnisse vorausgesetzt. Der Wechsel von "gesehen haben" zu "selbst gemacht haben" ist der eigentliche Lernmoment.

3 Minuten: Kurze Reflexion. Ein Journaling-Prompt schliesst den Tag ab. Manchmal: "Was war heute überraschend?" Mindestens zweimal pro Woche: "Wie würdest du das einer Lernenden erklären?" Dieser Prompt ist für dich, nicht für jemand anderen — aber er zwingt dich, das Gelernte in eigene Worte zu fassen. Das ist genau das, was Verstehen von blossem Wiedererkennen unterscheidet.

Die Reihenfolge ist Absicht: Abrufen kommt vor dem Neuen, weil es das Gehirn in den richtigen Modus versetzt. Selbst machen kommt vor der Reflexion, weil du über etwas nachdenken sollst, das du bereits erlebt hast — nicht über etwas, das du nur gehört hast.


Warum das wirkt

Abrufübung (Retrieval Practice) — also: dich selbst abfragen lassen, bevor du nachschaust — ist der am stärksten belegte Einzelmechanismus für Langzeitgedächtnis. Roediger & Karpicke (2006) zeigten, dass Lernende, die sich selbst abfragten, nach einer Woche rund 50 % mehr behielten als Lernende, die denselben Stoff nochmals gelesen hatten. Das Warm-up am Tagesbeginn existiert genau deswegen.

Spaced Repetition — verteiltes Wiederholen — bedeutet, dass alte Themen nach einem festen, aber unsichtbaren Zeitplan wieder auftauchen: gestern, vor fünf Tagen, vor zwei Wochen. Du musst das nicht planen. Die Plattform wählt die Warm-up-Fragen so, dass der Abstand zur letzten Begegnung immer ein bisschen grösser wird. Das Gehirn festigt Inhalte am besten dann, wenn es sie gerade fast vergessen hat.

Interleaving und Transfer — kein Thema zieht sich sieben Tage am Stück durch. Die Lernreise wechselt bewusst zwischen Konzepten, Werkzeugen und Anwendungsdomänen: heute ein Arbeitstool, morgen eine persönliche Aufgabe, übermorgen ein neues Konzept. Was in verschiedenen Kontexten angewendet wurde, sitzt.

Reflexion und die Lehrlings-Frage — wenn du erklären kannst, wie etwas funktioniert, hast du es wirklich verstanden. Prompts wie "Wie würdest du das einer Auszubildenden erklären?" aktivieren genau die kognitive Tiefe, die blossen Konsum von echtem Verstehen trennt. Das ist kein Zufall: Wer gezwungen ist, etwas zu erklären, versteht es auf einer anderen Ebene als wer es bloss gesehen hat.


Wenn ein Tag nicht passt

Das Leben hat eigene Pläne. Diese Lernreise ist darauf ausgelegt.

Der Kurs hat kein Datum. Er beginnt, wenn du anfängst — Tag 1 ist dein Tag 1. Fortschritt wird in absolvierten Lerntagen gezählt, nicht in vergangenen Kalendertagen. Drei Module an einem Samstag zählen genauso wie drei Tage hintereinander. Eine Pause von zehn Tagen löscht nichts.

Es gibt eingebaute Ruhe- und Konsolidierungstage im Plan. An diesen Tagen gibt es kein neues Material — nur ein kurzes Warm-up und eine Reflexion. Fünfzehn Minuten, manchmal weniger. Und wenn selbst das zu viel ist: Segment 1 und 4 allein, acht Minuten, zählt als abgeschlossener Tag.

Es gibt keinen Streak-Zähler, der dir sagt, dass du "X Tage in Folge" gelernt oder unterbrochen hast. Badges und Fortschritt basieren ausschliesslich auf dem, was du gemacht hast — nicht auf dem, was du ausgelassen hast.

Das ist kein Verzicht auf Struktur. Es ist Struktur, die für echte Erwachsenenleben gebaut wurde.


Dein Fortschritt, deine Entscheidungen

Während du lernst, sammelst du Erfahrungspunkte (XP) — für abgeschlossene Module, für Hands-on-Aufgaben, für Reflexionen, für bestandene Wochenquizzes und für vier Meilenstein-Projekte. Diese XP bewegen dich durch acht Level, von der Entdeckerin bis zur Botschafterin.

Dazu gibt es 16 Badges, die echten Kompetenzen entsprechen: Prompt-Architektin, Copilot-Praktikerin, Workflow-Designerin, HR-Automatisiererin, Lehrmeisterin — keine davon wird vergeben, weil du dich eingeloggt hast. Jeder Badge ist an etwas gebunden, das du demonstriert hast.

XP, Level und Badges sind kein Motivationszwang. Sie sind Feedback — ein laufendes Bild davon, was du bereits kannst. Am Ende der zwölf Wochen hast du damit auch etwas Konkretes in der Hand: ein Abschlusszertifikat mit deinen Badges, deinem Weg und einem Brief, den du dir selbst am letzten Tag schreibst.


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Bereit für Tag 1?

Dreissig Minuten täglich. Deine Reise beginnt, wenn du anfängst.

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